Mit Content Marketing zu mehr Bewerbungen -
so geht's!

03.06.2020

 

Autor

Natascha Götzken

Deine Expertin für Content Marketing und Social Media

 

Wie sieht Dein Recruiting-Management während der Corona-Krise aus? Wenn Deine Dienstleistung nicht gerade zur Grundversorgung zählt, hast Du Dein Recruiting vermutlich pausiert. 

 

Das ist auch verständlich, denn Corona hat kaum eine Branche verschont, und viele Arbeitnehmer mussten entlassen oder in Kurzarbeit geschickt werden. 

 

Eines steht allerdings fest: nach Corona ist vor Corona, und früher oder später wirst Du – genauso wie Deine Konkurrenten – wieder auf Verstärkung angewiesen sein. 

 

Der Kampf um die besten und qualifiziertesten Mitarbeiter hat nun begonnen, aber keine Panik, ich gebe Dir in diesem Artikel wertvolle Tipps an die Hand, damit Du diesen Kampf mit Hilfe von Content Marketing für Dich entscheiden kannst! 

 

1. Zeige Dich gerade jetzt von Deiner besten Seite! 

 

Das ist der Grundsatz, der über allem stehen sollte, was Du tust. Hast Du einmal verinnerlicht, dass sich Dein Marketing in der Öffentlichkeit abspielt und unter ständiger Beobachtung steht, wendest Du diesen Grundsatz automatisch an. 

 

Anhand des Beispiels Adidas wird wunderbar deutlich, wie es nicht gemacht wird. 

 

Als der Global Player beschloss, als Reaktion auf die Corona-bedingte Schließung seiner Filialen keine Mieten mehr zu zahlen, hatte das verheerende Folgen: sowohl die Finanzen als auch das Image des Sportartikelherstellers leiden noch heute unter dieser Entscheidung. 

 

Adidas hat offenbar verpasst, dass es gerade jetzt darauf ankommt, sich ins rechte Licht zu rücken. In (und ganz besonders nach) Krisenzeiten möchten Menschen ihr Geld und ihre Arbeitskraft in die Unternehmen stecken, die trotz der Krise geglänzt haben – Stichwort „Employer Branding“. Wer prahlt schon gerne damit, bei einem skandalbelasteten Unternehmen zu kaufen oder zu arbeiten? 

 

2. Mache Dir klar, dass Employer Branding mehr umfasst, als Du denkst! 

 

Im Grunde umfasst Employer Branding alles, was Du tust und auch nicht tust. 

 

Menschen wollen heute nicht mehr einfach irgendwo arbeiten, sie möchten sich mit ihrem Arbeitgeber identifizieren und eine Bindung zu diesem haben. 

 

Man braucht kein Experte zu sein, um zu erkennen, dass es wichtig ist, der Öffentlichkeit zu signalisieren, was das eigene Unternehmen attraktiv macht und wofür es steht. 

 

Die Umsetzung dieser Positionierung hingegen sollte man durchaus in die Hände von Experten geben. 

 

Die große Kunst des Employer Brandings besteht darin, diese Aspekte deutlich, aber gleichzeitig subtil zu kommunizieren. Denn: der Großteil der Arbeitssuchenden recherchiert nicht, welche Unternehmen als potenzielle Arbeitgeber in Frage kommen oder gelangt über aktives Suchen zu dem Entschluss, welches Unternehmen sie bei der Jobsuche bevorzugen. 

 

Unternehmen, denen es gelingt, mit ihrem Employer Branding eine Top-of-Mind-Awareness in den Köpfen der Menschen zu generieren (d.h. dasjenige Unternehmen zu sein, welches sie sich am ehesten spontan ins Gedächtnis rufen können), werden im Vergleich zu ihren Konkurrenten einen wertvollen Vorteil genießen. Dieser Vorteil schlägt sich selbstverständlich auch in höheren Bewerberzahlen nieder – nicht zuletzt durch Initiativbewerbungen. Die gute Nachricht ist: Du hast es selbst in der Hand! 

 

Google ist ein Paradebeispiel: mittlerweile wird fast jeder wissen, dass ein Job bei der weltweit größten und beliebtesten Suchmaschine zahlreiche Vorzüge mit sich bringt. So kommen Google-Mitarbeiter beispielsweise in den Genuss von Massagen am Arbeitsplatz, aber auch geldwerte Vorteile wie Bonuszahlungen. 

 

Auch das Storytelling sollte in diesem Kontext nicht außen vor gelassen werden. Employer Branding ist am wirkungsvollsten, wenn eine einheitliche Geschichte erzählt und gelebt wird. Falls dieser rote Faden in Deinem Unternehmen noch fehlt, solltest Du spätestens jetzt anfangen, daran zu arbeiten! 

 

3. Nutze Content Marketing als Kommunikations-Schlüssel! 

 

Während der Corona-Krise wurde Unternehmen die Bedeutung von Content Marketing wieder einmal vor Augen geführt. Der Großteil machte sich Social Media zunutze, um neue Kunden zu akquirieren oder die Bindung zu bestehenden Kunden zu intensivieren. Erstaunlich wenige Unternehmen hingegen setzten Content Marketing für ihr Recruiting ein, dabei bietet es extrem viele Vorteile. 

 

Allgemein gilt: Content Marketing ist günstig, effektiv und kann vielfältig eingesetzt werden. 

 

Ist der Content einmal online, ist er theoretisch jedem zu jeder Zeit zugänglich und wird mit der richtigen Content-Marketing-Strategie praktisch sehr viele Menschen erreichen. 

 

Darüber hinaus verschafft Dir die richtige Umsetzung einen entscheidenden Vorteil, wenn es darum geht, Top-of-Mind-Awareness beim Nutzer zu generieren. 

 

Hier entscheiden weniger das Budget, sondern vielmehr Kreativität, Zeitgeist aber natürlich auch eine attraktive Unternehmenskultur über den Erfolg dieser Maßnahmen. 

 

Vielleicht fragst Du Dich jetzt, wie man in diesem Kontext Mega-Konzerne wie Google mit kleinen oder mittelgroßen – vielleicht auch regionalen – Unternehmen über einen Kamm scheren kann. 

 

Die Wahrheit ist: mithilfe von Online Recruiting kann jedes Unternehmen eine Vielzahl an interessierten Menschen erreichen und somit zahlreiche Bewerber an Land ziehen.

 

Insbesondere das Employer Branding lässt sich hervorragend über Content-Marketing-Maßnahmen auf Social Media kommunizieren. 

 

Kurze Videos sind nach wie vor ein beliebter Zeitvertreib bei Social-Media-Nutzern und aktuell DER Shit in Sachen Content Marketing. Lebensmittel-Riese EDEKA hat das schon längst verstanden und macht sich diesen Trend bereits seit November 2019 für Marketing- und Employer-Branding-Zwecke zunutze.  

 

Auf TikTok erhalten die Nutzer regelmäßig Einblicke in den unterhaltsamen Alltag in EDEKA-Filialen – und das zieht! Der größte EDEKA-Account @edekaesslinger verzeichnet aktuell knapp 88.000 Follower und satte 1.400.000 Likes! 

 

Neben dem sogenannten „Popcorn-Content“ (d.h. kurzer, unterhaltsamer und leicht zu konsumierender Content) wie er auf TikTok zu finden ist, werden aktuell aber auch gerne längere und informative Inhalte konsumiert. 

 

So werden Social-Media-Plattformen wie YouTube, Facebook oder Instagram in diesen Zeiten zu echten Alltagsbegleitern: Menschen haben mehr Zeit und konsumieren folglich nicht nur mehr Content – sie fragen ihn auch vermehrt aktiv nach! 

 

Für Unternehmen ist das eine wahre Goldgrube, denn die Menschen sind derzeit so empfänglich für Werbebotschaften wie nie. 

 

Auf welcher Plattform Du als Unternehmen deine Content-Recruiting-Inhalte platzieren solltest hängt stark davon ab, welche Zielgruppe Du ansprechen und für Dich gewinnen möchtest. 

 

Während Du auf TikTok hervorragend primär jüngere Nutzer ansprechen und sie z.B. von Aushilfs- oder Studentenjobs oder Ausbildungsmöglichkeiten in Deinem Unternehmen überzeugen kannst, weisen Facebook-Nutzer durchschnittlich ein höheres Alter und mehr Arbeitserfahrung auf und interessieren sich entsprechend für andere Stellen. 

 

Für die Rekrutierung qualifizierter und ambitionierter Talente ist aber LinkedIn ganz klar die dominierende Plattform. 

 

Wenn es Dir als Unternehmen gelingt, über Deine Social-Media-Präsenz Deine Benefits und Qualitäten erfolgreich zu kommunizieren, wirst Du den Nutzern im Gedächtnis bleiben, auch wenn sie dieser Information zu dem Zeitpunkt vielleicht weniger Bedeutung zumessen werden und eventuell nur unterhalten werden wollen. 

 

Letztendlich profitiert von Content Marketing nicht nur Dein Recruiting, sondern das allgemeine Image Deines Unternehmens, was sich selbstverständlich auch in Deinen Umsätzen bemerkbar machen wird. Also, worauf wartest Du noch? 

 

Natascha Götzken | TIGA Media GmbH 

Erfahrungen & Bewertungen zu TIGA Media GmbH