Kill Print Volume I

Jobanzeigen über Printmedien sind tot: 5 Gründe, warum Du beim Recruiting unbedingt auf Online Marketing setzen solltest!

14.05.2020

 

Autor

Frederic Roder

Dein Experte in Sachen Online Marketing

 

Keine Frage, aktuell sind viele Unternehmen aufgrund der Corona-Krise gezwungen, Mitarbeiter zu entlassen. Wie es nach der Krise weitergeht, steht noch in den Sternen. Fakt ist, dass Unternehmen in Zukunft, vor allem nach der Krise, noch mehr Fokus auf das erfolgreiche Rekrutieren neuer Mitarbeiter legen müssen!

Denn nur mit qualifizierten und motivierten Mitarbeitern werden sich die anstehenden Herausforderungen meistern lassen.

Young Talents beginnen ihre Job-Suche im Internet!

Wie Du mit hoher Wahrscheinlichkeit schon gemerkt hast, haben sich die Recruiting-Methoden in den letzten Jahren extrem gewandelt. Waren es damals klassische Stellenanzeigen in Printmedien, mit denen Unternehmen um die Aufmerksamkeit von talentierten Mitarbeitern buhlten, dominieren heute in vieler Hinsicht Stellenanzeigen im World Wide Web! Woran das liegt? Ganz klar: die Art und Weise, wie man nach einer geeigneten Stelle und einem geeigneten Unternehmen sucht, hat sich komplett geändert.

 

Ich behaupte: nur sehr wenige beginnen ihre Jobsuche in der Zeitung - Young Talents erst recht nicht! Warum auch? Wie soll sich ein ambitionierter, erfolgreicher Absolvent ein Bild vom potenziellen Arbeitgeber machen, geschweige denn von ihm überzeugen, wenn er nichts weiter über das Unternehmen weiß, außer das, was auf gerade mal einer halben Seite geschrieben steht? Jobanzeigen über Printmedien sind tot! Job-Portale im Netz wie stepstone, indeed und monster dagegen sind bei der Jobsuche nicht mehr wegzudenken – vor allem nicht bei ambitionierten Young Talents!

3 Stunden am Tag – so lang surfen wir Deutsche im Internet!

Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Stellenangebote im Netz sind jederzeit und von überall erreichbar. Es besteht die Möglichkeit, nahezu unendlich viele Informationen über den Job und den Arbeitgeber zu bekommen.

 

Die Google-Suche ist hier für viele Anlaufstelle Nummer 1. So erhält der Bewerber nützliche Infos über die unternehmenseigene Website oder über Arbeitgeber-Bewertungsplattformen wie kununu. Auf kununu geben Leute, die es wissen müssen – die dort tätigen MitarbeiterInnen, Ex-MitarbeiterInnen, Praktis und Auszubildenden – ihre Erfahrungen mit Betriebsklima, Aufstiegschancen und Mitarbeiter-Goodies an potenzielle Mitarbeiter weiter. Informationen, die für Jobsuchende Gold wert sind! Und außerdem: warum nicht die Zielgruppe dort ansprechen, wo sie sich aufhält: im World Wide Web!?

 

Die im Internet verbrachte Zeit in Deutschland liegt pro Nutzer bei 196 Minuten pro Tag – das sind über 3 Stunden! (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1388/umfrage/taegliche-nutzung-des-internets-in-minuten/) Unternehmen haben also JEDEN Tag über 3 Stunden Zeit, die richtigen potenziellen Mitarbeiter von sich zu überzeugen. Können Zeitungen das auch? Wohl kaum! Die durchschnittliche Zeit, die für das Lesen von Zeitungen aufgewendet wird, liegt gerade mal bei 11 Minuten pro Tag – und zwar für ALLE Seiten! (https://www.horizont.net/medien/nachrichten/zenith-media-consumption-forecast-so-viel-zeit-verbringt-die-weltbevoelkerung-2019-im-mobilen-internet-175412)

 

Na? Immer noch nicht überzeugt? Nachfolgend bekommst Du die ersten 2 von insgesamt 5 guten Gründen, warum Du für Dein Recruiting unbedingt auf Online Marketing setzen solltest!

1. Extrem hohe Reichweiten OHNE Streuverluste

Über 90% aller Deutschen nutzen das Internet! Das macht in der Theorie eine potenzielle Reichweite von etwa 72 Millionen Menschen. Zugegeben, davon werden nicht alle täglich aktiv sein, dennoch eine beachtliche Zahl, findest Du nicht?! Und wo halten sich die Deutschen am liebsten im Netz auf? Klar, auf den sozialen Medien wie Facebook, Instagram, TikTok, YouTube und Co. Allein auf Facebook und Instagram gibt es 32 Millionen täglich aktive Nutzer in Deutschland! Das bedeutet: Unternehmen können allein über diese beiden Kanäle jeden Tag bis zu 32 Millionen Menschen mit ihren Werbebotschaften erreichen! 32 Millionen! Beeindruckend, oder? Und da sind alle anderen Kanäle nicht mit inbegriffen. Zum Vergleich: die Reichweite ALLER gedruckten Tageszeitungen in Deutschland liegt dagegen bei nur ca. etwa 42 Millionen Bundesbürgern.

 

Du hast also zwei Möglichkeiten. 1. Veröffentliche EINE einzige Werbeanzeige auf Facebook und Instagram und strahle diese allen Personen in Deutschland aus, die sich mit höchster Wahrscheinlichkeit dafür interessieren könnten. 2. Buche in JEDER deutschen Tageszeitung eine Anzeige, bete dafür, dass die Anzeige überhaupt gesehen wird, und hoffe, dass dann auch die richtigen Personen die Anzeige sehen. Was ich mit den „richtigen Personen“ meine, erkläre ich Dir jetzt!

 

Schonmal von „Streuverlust“ gehört? Streu… was? Streuverluste umfassen im Rahmen von Marketingkampagnen das Erreichen von Personen, die nicht zur Zielgruppe gehören und dementsprechend mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Interesse am beworbenen Produkt oder an der beworbenen Dienstleistung haben. Stellen wir uns gemeinsam Folgendes vor: wir sind ein Mercedes-Autohaus in Köln und suchen neue Automobilkaufmänner/-frauen mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung. Welche Möglichkeiten bieten uns Zeitungen, um die richtigen Personen mit unseren Job-Anzeigen anzusprechen? Ehrlich gesagt nicht viele! Gut, wir könnten nach Regionen oder Städten gehen. Aber auch das macht uns in dem Fall nicht glücklich.

 

Denn dass wir als Kölner Ausbildungsbetrieb vermutlich keine Anzeigen in regionalen Tageszeitungen in Hamburg schalten sollten, ist glaube ich einleuchtend. Haben wir sonst noch Möglichkeiten? Ich glaube kaum! Wie sieht das Ganze in der digitalen Welt aus? Haben wir hier die Möglichkeit, unsere Zielgruppe nach Regionen zu targetieren? Ja, haben wir! Haben wir eventuell auch die Möglichkeit, nach Städten zu targetieren? Auch das können wir! Jetzt gehe ich noch einen Schritt weiter: wir haben sogar die Möglichkeit, einzelne Stadtteile einer Stadt zu targetieren! Und das ist noch längst nicht alles! Im Online-Marketing können wir unsere Zielgruppe nach vielen Merkmalen bestimmen, z.B. Alter, Geschlecht, Interessen, Beruf – um an dieser Stelle nur ein paar zu nennen.

 

Für unser hypothetisches Kölner Mercedes-Autohaus ist das ein absoluter Gamechanger! Mit diesen Möglichkeiten könnte unsere Vorgehensweise bei der Rekrutierung wie folgt aussehen: wir zeigen unsere Job-Anzeigen allen Personen, die in Köln und in einem Umkreis von 15 Kilometern wohnen, die zwischen 25-45 Jahre alt sind, eine Ausbildung als Automobilkaufmann/-frau haben, die Interesse an Autos haben und die Fans der Marke Mercedes sind. Streuverlust gegen 0, würde ich behaupten! ;-)

2. Alle Zahlen stets im Blick dank Live-Monitoring

Das Internet vergisst nicht, sagt man so schön. Nahezu jeder Internetuser hinterlässt Spuren, digitale Fußabdrücke, wenn Du so willst. Das spielt uns beim Finden der richtigen Personen natürlich in die Karten!

 

Ich greife an der Stelle wieder zurück auf unser Beispiel des Kölner Autohauses. Mit den richtigen Tools haben wir die Möglichkeit, das Surfverhalten der User ausfindig zu machen und zu analysieren. So können wir z. B. Personen auf unsere Job-Anzeige aufmerksam machen, von denen wir wissen, dass sie ich bereits im Karriereportal eines Mitbewerbers umgeschaut haben. So funktioniert Abwerben in der Online-Welt! Raffiniert, findest Du nicht? Klickt der User dann tatsächlich auf unsere Job-Anzeige und gelangt auf unsere Website, können wir das messen. Schickt der User dann noch eine Bewerbung ab, können wir das ebenfalls messen. So sehen wir den gesamten Weg seiner Reise: vom Erstkontakt über Google über eine Werbeanzeige auf Facebook bis hin zur Bewerbung, um das Ganze einmal simpel zu erklären.

 

Alle Daten auf einen Blick zu haben – das ist ein enormer Vorteil vom digitalen Recruiting gegenüber dem klassischen über Print-Anzeigen. Was gibt es schöneres als schwarz auf weiß zu sehen, dass eine Job-Anzeige mit gezielten Online-Marketing-Maßnahmen die richtigen Personen erreicht, diese auf unsere Website leitet und bestenfalls zu einer Bewerbung überzeugt. Gleichzeitig hast Du alle Kosten stets im Blick und siehst auf die Kommastelle genau, wie viel Dich eine Bewerbung gekostet hat.

Das, meine Damen und Herren, können Print-Anzeigen nicht!

 

To be continued...
Stay curious.