Unternehmen rekrutieren Personal heute mit Digital Recruiting

Wer den Arbeitsmarkt im Blick hat, wird ohne Umschweife feststellen, dass ein Wandel in vollem Gange ist, und zwar hinsichtlich der Methoden zur Rekrutierung: immer mehr Unternehmen rekrutieren Personal nicht mehr über althergebrachte Wege wie Printanzeigen, Jobportale oder Stellenbörsen – nein, die rein digitale Personalgewinnung ist derzeit bei Personalern unter dem Stichwort „Digital Recruiting“ in aller Munde, und diese bringt neben der Übertragung aller Prozesse auf digitale Medien auch eine grundlegende Neuausrichtung mit sich, besonders was das Verständnis für Bewerber und ihre Rolle angeht.

Personaler rekrutieren Personal noch immer mit völlig veralteten Ansichten

Seit Jahrzehnten haben Unternehmen, die rekrutieren, Personal vor allem mit der Haltung gesucht, dass sie interessierten Arbeitnehmern ein Angebot in den Raum stellen, das diese dankbar anzunehmen hätten. Bewerber wurden in dieser Anschauung also wie Bittsteller verstanden, die sich selbst zu verkaufen hätten, um schließlich mit der Einstellung vom rekrutierenden Unternehmen eine gnädige Gunst zu erfahren, da man damit ja ihre finanzielle Sicherheit geschaffen hätte. Dieses Modell ist heute jedoch längst nicht mehr zeitgemäß, denn bei historisch niedrigen Arbeitslosenraten spüren vor allem die Unternehmen den Druck und müssen kreativ werden, um ihre vakanten Stellen trotz spärlichem Angebot an Bewerbern zu besetzen. Sie rekrutieren Personal daher heute oft in der festen Gewissheit, dass Bewerber nicht auf Bäumen wachsen und man nehmen muss, was man kriegt, im Zweifel auch jenseits sämtlicher Qualitätsansprüche. Das ist natürlich genauso falsch gedacht, denn eigentlich hat sich der Markt nur verlagert, und mit den richtigen Methoden ist es nach wie vor branchenübergreifend möglich, die passenden Mitarbeiter zu finden.

Digital Recruiting: Mitarbeiter rekrutieren, Personal-Probleme lösen!

Wenn Unternehmen auf Digital Recruiting setzen und damit herkömmlichen Praktiken die Absage erteilen, stellen die meisten fest, dass es mit dem neuen Konzept wesentlich besser funktioniert, die schon verloren geglaubten Zielgruppen wieder zu erreichen. Personalverantwortliche rekrutieren Personal dann vor allem, indem sie über digitale Medien auf die Bewerberschaft zugehen und sie direkt in ihrem gewohnten Umfeld abholen. Das klingt wesentlich aufwändiger, als es tatsächlich ist: in der Praxis erreicht man das, indem man die Stellenangebote in Form von Werbeanzeigen über Suchmaschinen oder soziale Medien ausspielt, und zwar genau den Personen, die die Targetierungs-Tools der jeweiligen Plattform als ideale Zielgruppe herausgearbeitet haben. Doch das ist nur der erste Schritt! Unternehmen rekrutieren Personal nicht allein durch das Schalten von Werbung – auch der übrige Bewerbungsprozess will digital abgebildet sein, damit Bewerber das Prozedere als zeitgemäß empfinden und nicht bereits im ersten Schritt wieder abspringen. Kann man jedoch die gesamte „Candidate journey“ (von engl. „Kandidaten-Reise“) von der Stellenanzeige über die Bewerbung zur Einstellung digital abbilden und bleibt dabei jederzeit am Ball mit schnellen Reaktionszeiten, klarer Kommunikation und transparenten Prozessen, lassen sich auch Vertreter aus dem Lager der „passiven Bewerber“ überzeugen. So können vakante Stellen kosteneffizient besetzt und auch schwierige Segmente des Arbeitsmarkts ergiebig erschlossen werden, auch kurzfristig! Stellt man es also richtig an und bringt Digital Recruitment gekonnt zur Anwendung, können Personalprobleme künftig der Vergangenheit angehören.

Digitale Prozesse rekrutieren Personal besser? Ja, in der Tat!

Der Sprung vom Gestern ins Heute funktioniert in vielen Fällen viel einfacher, als man denkt. Eine mittelfristige Umkrempelung veralteter Methoden und Denkweisen innerhalb des Unternehmens ist im Sinne der Sache natürlich wünschenswert, jedoch nicht unmittelbar notwendig, um auf Digital Recruiting umzustellen. Auch ist es nicht zwingend erforderlich, digitale Prozesse komplett über eigene Ressourcen abzubilden, man kann auch Teile auslagern und damit durchaus gut fahren. So gibt es beispielsweise ein großes Repertoire an Tools, die wesentliche Funktionen des Prozesses abbilden und unkompliziert in vorhandene Infrastruktur integriert werden können. Man hat also in der Hand, ob man Funktionalitäten wie Online-Bewerbung, Terminvereinbarung und Chatbot über die eigene Website realisiert, externe Tools nutzt und sie punktuell in die vorhandene Website einbindet oder sogar ganz an der Website vorbei nur durch Verkettung externer Tools einen schlüssigen Bewerbungsprozess aufzieht – auch wenn der erste Weg in diesem Fall natürlich immer am authentischsten für den Bewerber wirken wird. Auch können Teile des Prozesses direkt über soziale Medien abgebildet werden, ohne dass Bewerber überhaupt auf eine Website oder externe Tools umgeleitet werden müsste, so z.B. die „Facebook Lead Ads“.

Aber wie schon betont: Unternehmen rekrutieren Personal nicht mit Werbeanzeigen allein, und der Bewerbungsprozess endet auch nicht an der Stelle, an der Bewerber ihre Bewerbung einsenden. Ist die Bewerbung also erst über Website oder andere Online-Medien eingegangen, können digitale Prozesse auch intern zeigen, was sie können. Ab hier geht es meist darum, über Bewerbungen aus verschiedenen Kanälen den Überblick zu halten, einen zentralen Daten-Pool zu verwalten und vor allem den Bearbeitungsstatus jeder einzelnen Bewerbung akribisch zu pflegen. Auch dazu gibt es verschiedene Software-Lösungen, im Einzelfall kann aber auch eine schlichte Excel-Tabelle denselben Dienst tun. Es kommt immer darauf an, wie man die Prozesse genau formuliert und auf welche Ressourcen und Positionen dabei Rücksicht genommen werden muss.

Umstellung lohnt: neue Methoden rekrutieren Personal wieder erfolgreich

Eines ist damit völlig klar: das Argument, dass Digital Recruiting für ein bestimmtes Unternehmen keine gute Option ist, weil die Umstellung mit zuviel Aufwand und zu fundamentalen Umstrukturierungen verbunden wäre, zieht nicht mehr! Vielmehr sollte man sich an dieser Stelle fragen, wie dieses Unternehmen geführt wird und wann der Punkt kommt, an dem solch antiquierte Strukturen auch anderweitig an ihre Grenzen stoßen, denn nicht nur Personalbedarf ist ein Thema, das in diesen Zeiten lautstark die Digitalisierung fordert. Je früher also die Unternehmer und Personalverantwortlichen den Umstieg einleiten, desto besser für das Unternehmen – wenn dadurch auch für andere Disziplinen endlich der Anstoß in die Digitalisierung gegeben wird, umso besser! Dann ist zumindest in Sachen Mitarbeitergewinnung ein Problem gelöst, denn Personaler und HR-Manager rekrutieren Personal in diesen Unternehmen wieder kosteneffizient und nachhaltig.

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