SEO WARS: Episode III – Der Aufstieg Deiner Website!

09.09.2020

 

Autor

Natascha Götzken

Deine Expertin für Content Marketing und Social Media

 

Nachdem Du in den vorherigen Teilen bereits Einblicke in diese umfangreiche Disziplin erhalten hast, wollen wir nun etwas tiefer ins Detail gehen. Denn eine optimale Website entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Faktoren – den so genannten „Rankingfaktoren“, welche sich in zwei Bereiche aufsplitten lassen: die OnPage- und die OffPage-Optimierung.

 

In den folgenden Episoden möchte ich Dir die verschiedenen Möglichkeiten zur OnPage-Optimierung nahelegen, welche sich wiederum in die Bereiche Technik und Content unterteilen lassen. In diesem Artikel erfährst Du, welche technischen Faktoren für ein gutes Google-Ranking unerlässlich sind!

Was erfolgreiche Domains und URLs ausmacht

Deine Domain ist so etwas wie Deine individuelle Anschrift im Internet. Der Einfachheit und Verständlichkeit halber ist es immer zu empfehlen, diese kurz und knackig zu gestalten und auf vertrauenswürdige Domain-Endungen wie .de oder .com zu setzen.

 

Pro-Tipp: Wenn Du für einen bestimmten Begriff gefunden werden möchtest (beispielsweise für eine Dienstleistung oder eine Region), verschafft es Dir einen enormen Vorteil, wenn Du diesen ebenfalls in Deiner Domain aufgreifst - ein Muss ist es aber nicht!

 

Anders als Deine Domain besteht eine URL aus verschiedenen Komponenten. Schauen wir uns das mal genauer anhand des Beispiels unserer vorherigen SEO-WARS-Episode an:

 

 

Da wäre zum einen  

 

  • Das verwendete Protokoll: https
  • Dein Host bzw. Hostname: www.tigamedia.de
  • Deine Subdomain: www
  • Deine Domain: tigamedia.de
  • Deine Top-Level-Domain: de
  • Der Pfad: /seo-wars-episode-2.html
  • Und dann wären da noch Parameter, welche meistens zum Filtern eingesetzt werden. In diesem Beispiel gibt es keine, aber wenn, dann sähe die URL in etwa so aus: https://www.tigamedia.de/?variable=value.
    Die Form kommt Dir bestimmt bekannt vor, vor allem, wenn Du regelmäßig in Online-Shops oder auf großen Seiten unterwegs bist.

Nun, da Du über die Bestandteile einer URL bestens Bescheid weißt, wollen wir mal zusammenfassen, wie Deine URL denn nun optimalerweise gestaltet werden sollte.

 

Damit eine Suchmaschine eine URL besser versteht und zuordnen kann, sollte diese so lang wie nötig aber so kurz wie möglich sein. Heißt konkret: vermeide unnötige Füllwörter, außer sie sind absolut notwendig für das Verständnis der URL, baue relevante Keywords ein und vermeide unnötige Sonderzeichen.

Mobile First - The New Normal

In den meisten Fällen ist es so, dass unter derselben URL zwei Varianten einer Website abgerufen werden können: die Desktop-Ansicht und die Mobile-Ansicht, immer in Abhängigkeit von dem Endgerät, von dem aus auf die Website zugegriffen wird. Aber welche, meinst Du, ist die wichtigere?

 

Lange Zeit galt die Desktop-Version als das Maß aller Dinge in Sachen Suchmaschinenoptimierung – das ist jetzt anders. Mein Kollege Frederic ist in seinem neuesten Artikel “Google’s Mobile First Avenger” bereits auf die Wichtigkeit der mobilen Websitegestaltung eingegangen, deshalb werde ich an dieser Stelle nicht mehr detailliert auf diesen Rankingfaktor eingehen.  

 

Falls Du seinen Artikel noch nicht gelesen hast, rate ich Dir dazu, dies schleunigst nachzuholen!

 

Kurz gesagt: Google sieht Deine Website ab sofort nur noch wie ein Mobile-User und zieht statt der Desktop-Version nun die mobile Version Deiner Website für die Bewertung heran. Die Desktop-Version Deiner Website solltest Du deshalb zwar nicht vernachlässigen, allerdings empfiehlt es sich, der mobilen Variante eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

 

 

Sichtbarkeit ist nicht alles, aber ohne Sichtbarkeit ist alles nichts.

Um Klicks zu generieren, muss Deine Website selbstverständlich auf Google zu finden sein.

 

Der Sichtbarkeitsindex sagt Dir, ob und wenn ja an wievielter Stelle Deine Website für ein ausgewähltes Keyword gelistet ist.  

 

Das lässt sich hervorragend anhand von Rankingberichten kommunizieren. Allerdings sind diese von Tools übermittelten Informationen nicht immer tagesaktuell, weshalb bei der Auswertung in bestimmten Fällen Vorsicht geboten ist!

 

Darüber hinaus kann der Sichtbarkeitsindex – wie es der Name schon vermuten lässt – nur Auskunft über die Sichtbarkeit der Website geben und weniger über den eigentlich generierten Traffic und die Conversions.

Sind Keywords wirklich der Schlüssel zu mehr Klicks?

Unter Keywords versteht man in diesem Kontext bestimmte Schlagwörter, welche Dein Unternehmen oder Deine Inhalte beschreiben und unter denen Du bei Suchmaschinen gefunden werden möchtest.

 

Es liegt also nahe, diese Wörter möglichst häufig auf seiner Website zu verwenden, wenn man unter ihnen gefunden werden möchte. Dieses so genannte “Keyword-Stuffing” war zu Anfangszeiten des Internets vielleicht ganz nett, mittlerweile hat Google aber dazugelernt und lässt sich von so etwas nicht mehr beeindrucken.

 

Keine Frage – es ist wichtig, passende Keywords zu verwenden, aber die Verständlichkeit Deiner Inhalte sollte immer noch Priorität haben. Darauf gehe ich in der nächsten Episode genauer ein!

 

In den meisten Fällen reicht eine Keyword-Dichte (Häufigkeit des Suchbegriffs geteilt durch Gesamtwortzahl) von ein paar wenigen Prozent schon völlig aus, sofern der restliche Content thematisch relevant und aussagekräftig ist.

Wie eine lange Ladezeit Deinen SEO-Erfolg sabotiert

Wenn Deine Website bei Google unter dem gewünschten Keyword gefunden und angeklickt wird, ist die Suchmaschinenoptimierung noch lange nicht vorbei - ganz im Gegenteil: das ist nur die halbe Miete!

 

Gerade im mobilen Zeitalter möchte niemand mehr Zeit als nötig damit verbringen, darauf zu warten, bis eine Website fertig geladen hat. Für den Nutzer sind lange Wartezeiten extrem nervig und für Website-Betreiber kann eine lange Ladezeit schwerwiegende Auswirkungen auf das Ranking haben. Denn je länger ein Nutzer warten muss, um auf Deine Website zu gelangen, desto wahrscheinlicher wird ein sogenannter „Bounce“. Das bedeutet, dass der Nutzer binnen kürzester Zeit von Deiner Website abspringt – und das bekommt Google mit!  

 

Google selbst gibt an, dass die maximale Ladezeit einer Website nicht über 2 bis 3 Sekunden liegen sollte, um eine optimale Performance zu bieten. (Quelle)

 

Zur Orientierung: eine durchschnittliche Seite lädt etwa zwischen 1,5 und 3 Sekunden.

 

Die Ladegeschwindigkeit kannst Du mithilfe von Tools wie Pingdom oder WebPageTest.org ganz einfach berechnen lassen.

So verhinderst Du, dass Deine Besucher abspringen

Im vorherigen Abschnitt habe ich sie bereits angerissen, allerdings ist die “Bounce Rate” so wichtig, dass sie einen eigenen Abschnitt verdient hat.  

 

In den ersten Sekunden ihres Besuches entscheiden Nutzer, ob sie auf Deiner Website bleiben wollen oder nicht. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass Nutzer Deine Website besuchen, weil sie sich von ihr eine Befriedigung ihrer Suchintention versprechen. Bietest Du ihnen das, was sie suchen, schnell und ansprechend gestaltet, bleiben sie auf Deiner Seite, und das wirkt sich positiv auf Dein Ranking aus.

Bietet Deine Website nicht unmittelbar den für den Nutzer relevanten Content oder wird dieser noch nicht einmal geladen, wirkt sich das negativ auf Dein Ranking aus.

 

Das zugrunde liegende Prinzip ist ganz einfach erklärt: wenn ein Nutzer auf Deine Website klickt und sie binnen weniger Sekunden wieder verlässt, geht Google davon aus, dass sie für die Suchanfrage nicht relevant ist und bewertet Deine Seite daher in diesem Zusammenhang negativer. Dabei ist es völlig egal, ob der ausschlaggebende Grund die lange Ladezeit, eine mangelnde Relevanz oder ein unattraktives Design ist.

 

Führe Dir immer wieder vor Augen, dass Du Deine Website nicht für Google, sondern für die Besucher Deiner Website (also Menschen) betreiben und gestalten musst!

So vervielfachst Du die Verweildauer auf Deiner Website

Neben der Bounce Rate ist die Verweildauer ein weiteres wichtiges Indiz für die Performance Deiner Website.  

 

Auch hierhinter verbirgt sich ein im Grunde ganz simples Prinzip: je länger die Nutzer auf Deiner Website verbleiben, desto besser ist das für Dein Ranking. Gestalte Deine Website also so, dass die Nutzer dazu verleitet werden, dort möglichst viel Zeit zu verbringen.  

 

Im Optimalfall befriedigst Du ihr Suchanliegen und bietest ihnen darüber hinaus weitere relevante Inhalte, welche über ihre ursprüngliche Suchanfrage hinaus oder noch weiter in die Tiefe gehen. Auch dazu kommen wir noch im nächsten Teil!

Ist die User Experience also das Geheimnis?

So pauschal kann man das nicht sagen, allerdings sollte man sich eine Sache bei der Gestaltung seiner Website immer wieder vor Augen führen: Google ist im Allgemeinen bedacht, dem Suchenden diejenigen Websites auszuspielen, welche seine Suchanfrage bestmöglich bedienen.

Darum ist eine korrekte Formatierung Deiner Überschriften essenziell

Wenn es um die Gestaltung Deiner gesamten Website sowie der von einzelnen Seiten geht, ist nicht nur der Inhalt als solcher relevant. Das technische Umfeld, in dem er sich befindet, ist mindestens genauso wichtig.

 

Wenn Du einen Text schreibst, ist es essenziell, die jeweiligen Überschriften korrekt zu formatieren. Das hat den Hintergrund, dass sich Suchmaschinen bei der Bewertung und der Analyse Deiner Website-Inhalte an den Überschriften orientieren.

 

Deine Seite braucht immer genau eine Hauptüberschrift, die sogenannte H1 (bzw. < h1 >) und kann mehrere weitere (Unter-)Überschriften haben, welche von H2 bis zu H6 reichen können. Die Relevanz der jeweiligen Überschriften – auch Headlines genannt – nimmt dabei mit jeder weiteren Stufe ab. In der Praxis hat es sich bewährt, die Headlines von H1 bis H3 zu wählen.

Wie Du mit dem richtigen Snippet Deine Klicks steigerst

Das Snippet kannst Du Dir als so etwas wie ein Schaufenster zu Deiner Website vorstellen: es gibt dem Suchenden einen Einblick in das, was Deine Seite bietet, aber gleichzeitig gibt es nicht alles preis.

 

Das klassische Snippet besteht in der Regel aus einer Überschrift (dem Meta-Title) und einer Beschreibung (der Meta-Description) sowie der URL. Bei Bedarf lässt sich das Snippet aber auch um weitere Infos wie Termine, Bewertungen oder Kontaktdaten erweitern. Durch diese Erweiterungen wird es zu einem “Rich Snippet”, welche in der Regel höhere Klickraten verzeichnen.

 

 

Ein optimal gestaltetes Snippet also gibt kurz und knackig an, was auf der Website zu finden ist, ist dabei originell, beinhaltet alle relevanten Keywords und animiert den Nutzer so zum Anklicken. Somit wird die CTR (“Click-Through-Rate") gesteigert, was sich, wie wir wissen, positiv auf Dein Ranking auswirkt.

 

Allgemein solltest Du auf jeden Fall darauf achten, dass Dein Snippet nicht zu lang wird. Google schneidet zu lang gewählte Snippets auch gerne mal mitten im Satz ab (wie im Beispiel oben) und es kann sehr ärgerlich sein, wenn dadurch wichtige Informationen abhandenkommen.

 

Pro-Tipp: Snippets kannst Du direkt im “Google Ads Editor” bearbeiten. Wenn Du für Deine Website WordPress oder ein anderes CMS benutzt, kannst Du aber oft auch auf Plugins zurückgreifen.

Nachdem ich Dir nun einiges an technischem Input auf den Weg gegeben habe, brummt Dir vermutlich der Schädel. Keine Sorge, an dieser Stelle werde ich dieser Episode auch ein Ende setzen und Dir Zeit geben, um selbst tätig zu werden.

 

Schau Dir dazu einfach mal Deine Website an, und beantworte Dir die folgenden Fragen:

 

  • Hast Du Deine Website bereits für Mobile optimiert?
  • Wie steht es um die Ladegeschwindigkeit Deiner Website?
  • Haben alle Deine Seiten und Unterseiten optimierte Meta-Titles?
  • Kannst Du Deiner Website und Deinen Inhalten Keywords hinzufügen oder solltest Du die Keyword-Dichte lieber etwas reduzieren?

Und ganz wichtig:  

 

  • Wie würde ein gewöhnlicher Internet-Nutzer Deine Website wahrnehmen? Gibt sie schnell die relevanten Infos preis und lädt ein, auf ihr zu verweilen?

Wie Du die Inhalte Deiner Website SEO-konform gestaltest, erfährst Du in der nächsten Episode, wenn wir die zweite Form der OnPage-Optimierung, nämlich die Content-Optimierung, genauer unter die Lupe nehmen.

 

Natascha Götzken | TIGA Media GmbH

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