TikTok: Eine Erfolgsgeschichte

Die Geschichte über TikToks Erfolg

Seit 2018 geht TikTok steil – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Im Jahr 2020 gehörte das soziale Netzwerk aus China zu den am meisten geladenen Apps überhaupt und ist dabei auf dem besten Weg, den großen Playern wie Facebook, Instagram und Co. den Rang abzulaufen. Die Geschichte von TikTok geht dabei bis ins Jahr 2014 zurück. Ursprünglich in Shanghai unter dem Namen Musical.ly entwickelt, konnte sich die Anwendung innerhalb kurzer Zeit über signifikante User-Zuwächse freuen. Heute ist die App unter dem Namen TikTok und in mehr als 150 Ländern auf der ganzen Welt bekannt – und beim jüngeren Publikum äußerst beliebt. Nahezu ein Drittel der User ist zwischen 13 und 17 Jahren alt. Seinen Siegeszug in der Generation Z setzt TikTok allem Anschein nach weiterhin fort. 

 

Doch die Geschichte des sozialen Netzwerks ist auch beinahe eine Geschichte des Versagens. Denn zu Beginn schien die Gründung alles andere als vielversprechend. Nach seinem Studium an der Zhejiang Universität war Alex Zhu für SAP tätig. Dort kam er auf die Idee, eine App für kurze Schulungsvideos zu entwickeln. Zusammen mit seinem langjährigen Freund Luyu Yang gelang es den beiden, 250.000 Dollar für die Entwicklung der App zu generieren. Innerhalb von sechs Monaten entwickelten die Freunde zusammen mit einem kleinen Team die App „Cicada“. Doch die Kurzvideos mit Bildungsinhalten erreichten die Zielgruppe der Teenager nur unzureichend. Der kreative Kopf des Teams, Alex Zhu, bemerkte schließlich auf einer Reise etwas, das den Weg zu einer der erfolgreichsten Apps ebnen sollte: musikhörende Teenager, die Selfies aufnahmen und sie mit Emojis bestückten. Das Team entwickelte mit den noch zur Verfügung stehenden Finanzmitteln in nur einem Monat eine neue App mit dem Namen Musical.ly – und schrieb damit Geschichte. 

 

Nach der Übernahme durch ByteDance wird Musical.ly schließlich mit TikTok zusammengeführt und erscheint auf internationaler Ebene nur noch unter dem Namen TikTok. Die Schwester-App Douyin wird von ByteDance weiterhin in China auf einem anderen Server betrieben.

Wie Musical.ly zu TikTok wurde

Was ist Musical.ly?

Musical.ly war die „Ursprungs-App“, die die beiden Chinesen Luyu Yang und Alex Zhu zusammen entwickelten. Die User, später auch als „Muser“ bekannt, konnten mithilfe der App 15-sekündige Videos aufnehmen, diese grafisch bearbeiten und teilen. Den Usern standen für die Lip-Sync-Aufnahmen unzählige Songs zum Nachsingen zur Verfügung. Neben dem „Playback“ der Songs konnten die User in ihren Videos tanzen, gestikulieren oder sich anderweitig in Szene setzen. Die App veranstaltete außerdem regelmäßige Contests, bei denen sich die Nutzer zu einem vorgegebenen Song bewegen mussten. Schon zwei Jahre nach der Veröffentlichung der App konnte sie auf eine breite Nutzergemeinde blicken: über 140 Millionen Menschen, darunter hauptsächlich jüngere Nutzer der Generation Z, waren auf der Plattform aktiv.

Die Geschichte von Musical.ly

Gegründet wurde die Musical.ly im Jahr 2014 durch die beiden chinesischen Unternehmer Luyu Yang und Alex Zhu. User konnten damit kurze Videos erstellen und veröffentlichen. Die User-Gemeinde gewann raschen Zuwachs, und die App wurde im Jahr 2017 an ByteDance für 1 Milliarde Dollar verkauft. Doch die App stand auch in der Kritik: zu viele inaktive Nutzer und der Vorwurf, Pädophilie zu begünstigen. Erwachsene, männliche Nutzer versteckten sich hinter falschen Profilen und nahmen so angeblich Einfluss auf Mädchen. Sichtbar wurde das unter anderem aufgrund bestimmter Hashtags aus Pädophilenkreisen. Dies veranlasste ByteDance dazu, die App einzustellen.

 

ByteDance hatte zu dieser Zeit bereits eine ähnliche App, Douyin, entwickelt. Douyin war allerdings ausschließlich für den chinesischen Markt bestimmt. Das Unternehmen aus Shanghai verschmolz die beiden Apps schließlich und launchte 2017 TikTok auf dem internationalen Markt. Douyin ist nach wie vor auf chinesischer Ebene aktiv.

Was unterscheidet Musical.ly und TikTok?

Neben ihrer unterschiedlichen Entstehungsgeschichte unterscheiden sich die beiden Anwendungen auch in ihrem Content. Während Musical.ly allein auf der Veröffentlichung kurzer Musik-Videos basierte, haben die User von TikTok die Möglichkeit, Videos mit anderem Inhalt hochzuladen, der nicht zwingend mit Musik in Verbindung steht.

 

Außerdem unterschied sich die User-Base zu Beginn erheblich. TikTok-User stammten vornehmlich aus den asiatischen Ländern und China, die Fans von Musical.ly befanden sich dagegen in Europa und den USA. Vor der Einstellung von Musical.ly konnte TikTok bereits fünfmal so viele User wie Musical.ly hinter sich versammeln – die Reichweite von TikTok war damit deutlich höher.

Nachahmer von TikTok

Der Erfolg der Plattform zog zahlreiche Nachahmer nach sich. Instagram und YouTube ließen nicht lange auf sich warten und folgten mit kurzen Videos einem ähnlichen Prinzip. Instagram Reels ermöglicht ebenfalls 15-sekündige Clips, die mittels Ton und anderer Tools bearbeitet werden können. Die Clips sind nicht an musikalische Inhalte gebunden, dies ist dem User überlassen.

 

Auch YouTube erkannte den Trend. Mit YouTube Shorts verfolgt der Video-Gigant aus den USA die gleiche Idee: kurze Clips, die sich bearbeiten und mit Effekten untermalen lassen. Der User kann sein Kurz-Video anschließend mit der gewünschten Zielgruppe teilen. Und auch Snapchat springt auf den Zug auf und bringt mit Snapchat Spotlight ein ähnliches Feature auf den Markt: kurze Clips, die sich bearbeiten lassen und mit Freunden oder öffentlich geteilt werden können.

Die Entwicklung der App in den vergangenen Jahren

Die Geschichte der Plattform ist eine Geschichte des Erfolgs. Anfänglich und nach der Verschmelzung mit Musical.ly veröffentlichten die User hauptsächlich Videos mit musikalischem Inhalt und sogenannte Lip-Sync-Videos. Im Laufe der Zeit wurden zunehmend Videos mit unterschiedlichem Content in der App hochgeladen. Heute ist der Content breit gefächert. Neben den Tanz- und Sing-Videos finden sich ebenso Clips anderer Themengebiete wieder. Dazu gehören Tiervideos, Reenactments bekannter Dialoge, Comedy und vieles mehr.  

 

Nahezu die Hälfte aller TikTok-Nutzer ist zwischen 18 und 24 Jahren alt, die 13- bis 17-jährigen machen knapp ein Drittel aus. Zusammengenommen beträgt diese Zielgruppe rund siebzig Prozent der User. Wer als Unternehmen oder Marke Brand Awareness bei der Generation Z schaffen möchte, ist deshalb mit seinem Unternehmensauftritt oder entsprechend platzierter Werbung bei TikTok dicht an der Zielgruppe. Mittlerweile interessieren sich aber auch immer mehr Menschen über 30 Jahren für das soziale Netzwerk. 

 

TikTok erfreut sich großer Beliebtheit und zählt schon jetzt zu den größten Netzwerken. Es reiht sich damit knapp hinter Instagram und Facebook ein. Im Jahr 2018 wurde die App öfter als Facebook, Instagram, YouTube und Snapchat heruntergeladen. Mit 800 Millionen Usern kann das soziale Netzwerk gewaltige Zahlen vorweisen. In nur drei Jahren gelang es der chinesischen App, sich auf dem Markt zu etablieren – so schnell war kein anderes soziales Netzwerk zuvor. 

 

Bei aller Beliebtheit steht die App auch stark in der Kritik. Vor allem die USA und Indien äußerten Bedenken hinsichtlich der Benutzerdaten. Sie beschuldigten das Videoportal, sensible Informationen zu sammeln und diese der chinesischen Regierung zu übermitteln. So stand unter anderem die Anschuldigung im Raum, dass chinesische Unternehmen über unternehmensinterne kommunistische Spione verfügen, die eben diese sensiblen Informationen an das Regime weiterleiten. Neben dem Vorwurf der Spionage wurde zudem der Vorwurf der Pornografie laut. Der Algorithmus von TikTok sah sich sogar Diskriminierungsvorwürfen ausgesetzt, nach denen das soziale Netzwerk politisch sensible Inhalte zensiert haben soll.

Die Zukunft der Trend-App TikTok

TikTok erkennt die Trends in der Werbewelt. Und auch für Unternehmen gibt es schon jetzt nahezu kein Vorbeikommen mehr an dem sozialen Netzwerk – wer die Generation Z erreichen will, muss hier werben. TikTok for Business greift diesen Trend auf und launchte eine Werbeplattform eigens für werbetreibende Unternehmen und Agenturen. Exklusiven Zugriff erhalten Unternehmen auch direkt über eine TikTok-Agentur wie TIGA Media.

Damit stehen fünf Anzeigenformate zur Verfügung, die das werbende Unternehmen auswählen kann. Mit dem Creator Marketplace hat das Netzwerk außerdem eine Möglichkeit geschaffen, Unternehmen und Creator zusammenzuführen. 

 

Allein dies zeigt, dass die App nicht mehr von der Bildfläche verschwinden wird, sondern als ernstzunehmender Player auf der Bühne der sozialen Netzwerke betrachtet werden sollte. Dabei sprechen auch die nach wie vor steigenden Nutzerzahlen für sich.

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