Google's Eleven – 11 Gründe, warum Du Deine Google-Anzeigen nicht siehst!

23.06.2020

 

Autor

Frederic Roder

Dein Experte in Sachen Online Marketing

 

Google's Eleven – 11 Gründe, warum Du Deine Google-Anzeigen nicht siehst!

Mit fast 90% Marktanteil (Stand: Mai 2020) und laut eigenen Aussagen weltweit rund 3,5 Milliarden Suchanfragen täglich ist Google der unangefochtene Platzhirsch unter den Suchmaschinen. Für viele Werbetreibende auf der ganzen Welt stellt Google dadurch einen extrem wichtigen Marketing-Channel dar.

 

Die Werbemöglichkeiten mit Google sind vielseitig. Die wohl bekannteste Werbemöglichkeit ist die Schaltung von Textanzeigen in Googles Suchmaschine - das sogenannte „Suchnetzwerk“. Das Prinzip des Suchnetzwerks ist schnell erklärt. Werbetreibende bieten auf verschiedene Keywords, um bei Suchanfragen möglichst weit oben zu stehen. Beispiel gefällig? Kein Problem!

 

Stellen wir uns vor, wir sind eine Werbeagentur mit Sitz in Köln und möchten über Textanzeigen in Googles Suchnetzwerk potenzielle Kunden an Land ziehen. Wir stellen uns also die Frage: „Welche Suchphrasen geben potenzielle Kunden in die Google-Suchleiste ein, wenn Sie nach einer Werbeagentur in Köln suchen?“ Das Keyword „Werbeagentur Köln“ wird mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit ein sehr häufig gegoogeltes Keyword sein. Ich mache es mal genauer: „sehr häufig“ bedeutet in dem Fall 2.400 Suchanfragen in Deutschland (laut Google Keyword-Planner).

Wir legen also den maximalen Betrag fest, den wir zu zahlen bereit sind, damit unsere Werbeanzeige ausgespielt wird, sobald jemand nach „Werbeagentur Köln“ sucht. „Und schon steht unsere Anzeige immer an erster Stelle.“ Ganz so einfach ist das leider nicht. Nach welchen Kriterien Google die Position Deiner Anzeige festlegt, werde ich Dir gleich genauer erklären. Lass mich abschließend kurz weitere wichtige Werbemöglichkeiten mit Google erwähnen.

 

Neben dem Suchnetzwerk bietet Google die Möglichkeit, Anzeigen über das sogenannte „Display-Netzwerk“ auszuspielen. Das Display-Netzwerk ist im Grunde genommen nichts anderes als Bannerwerbung auf Googles Partner-Websites. Daneben ermöglicht uns Google das Schalten von Werbung auf YouTube sowie das Bewerben von Produkten über die sogenannten Shopping-Anzeigen. Darauf gehe ich in diesem Artikel allerdings nicht weiter ein. Ich wollte Euch nur einen kurzen Überblick zu den bekanntesten Werbemöglichkeiten mit Google geben. Heute steht das Suchnetzwerk im Fokus!

 

Ich behaupte: Google-Anzeigen schalten kann jeder! Die Frage ist nur: wie effizient werden die Anzeigen performen, wenn man kein Fachwissen mitbringt? Google macht es Dir relativ leicht, nimmt Dich an die Hand, bietet Dir die Möglichkeit, Deine Anzeigen vollautomatisiert zu schalten – quasi wie auf Autopilot. Damit lassen sich mit Sicherheit für den einen oder anderen anständige Ergebnisse erzielen. Das Potenzial, kann ich Dir sagen, wird sehr häufig nicht voll ausgeschöpft. Was also muss ich beachten, wenn ich Google-Anzeigen schalten möchte? Dein Ziel sollte stets sein, mit Deiner Anzeige die auf die Suchanfrage des Users bestmögliche Antwort zu liefern. Wenn Du das schaffst, wird Dich Google lieben!

Warum wird mein Mitbewerber über mir gelistet?

Je höher die Qualität Deiner Anzeige und der Landingpage, desto höher die Wahrscheinlichkeit, auf die oberen Plätze zu kommen. So ganz ohne Geld klappt das Ganze dann aber doch nicht.

 

Du nennst Google einen maximalen Betrag, den Du bereit bist, für einen Klick auf Deine Anzeige auszugeben. Deine Mitbewerber machen dasselbe. So kann es zum Beispiel dazu kommen, dass der Werbetreibende A, nennen wir ihn Hans, maximal 1,20€ pro Klick ausgeben möchte, der Werbetreibende B, das ist Franz, maximal 0,80€. Wer von beiden steht an Position 1? Ganz klare Sache, oder? Wer mehr zahlt gewinnt - wie beim Flohmarkt, oder nicht? Das ist so nicht richtig!

 

Google hat ein, wie ich finde, faires Auktionsmodell entwickelt, um auch kleineren Unternehmen eine Chance in der Google-Anzeigen-Positionierung zu geben. Hierbei wird die Position Deiner Anzeige nach Qualität (0-10) und Deinem maximalen Betrag pro Klick festgelegt. Die Formel lautet: Qualitätsfaktor x CPC (Kosten pro Klick) = Position Deiner Anzeige.

 

Nehmen wir noch einmal das obige Beispiel mit Hans, der bereit ist, 1,20€ pro Klick zu zahlen und Franz, der nur 0,80€ pro Klick ausgeben möchte. Google vergibt der Anzeige (+ Landingpage) von Hans einen Qualitätsfaktor von 6, Franz´Anzeige erhält einen Qualitätsfaktor von 10. Nach Adam Riese steht Franz (0,80€ x 10 = 8) vor Hans (1,20€ x 6 = 7,2), obwohl er weniger pro Klick bezahlen möchte.

 

Achtung! Bitte verwechsle die Position der Google-Anzeigen nicht mit den sogenannten „organischen Suchergebnissen“. Das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe! Den meisten von Euch wird der Unterschied klar sein, aber hier nochmal ein kurzer Hinweis: bezahlte Suchergebnisse sind mit „Anzeige“ gekennzeichnet, organische nicht. Wir sprechen in diesem Artikel ausschließlich von bezahlten Suchergebnissen!

10 „technische“ Gründe, warum Du Deine Ads nicht siehst!

Viele fragen mich: „Freddy, sag mal, warum sehe ich meine Google-Anzeigen eigentlich nicht? Kann es sein, dass die gar nicht geschaltet werden“? Gründe dafür gibt es viele! Ein Blick in den Google-Ads-Account gibt meist Aufschluss. Ich werde Dir jetzt die 11 wichtigsten Gründe nennen, warum Deine Google-Anzeigen nicht angezeigt werden. Hierbei unterscheide ich generell immer zwischen „technischen“ und „verhaltensspezifischen“ Gründen. Die technischen zuerst:


⦁    Du hast keine Zahlungsdaten im Google-Ads-Konto hinterlegt oder die Daten sind fehlerhaft.
⦁    Du hast Deine Kampagne, Anzeigengruppe, Anzeigen noch auf „Pausiert“ stehen und musst diese noch auf „Aktiviert“ setzen.
⦁    Deine Anzeigen sind auf „Aktiviert“ gesetzt, müssen aber noch von Google überprüft und freigegeben werden.
⦁    Du hast die „Anzeigenplanung“ aktiviert, daher werden Deine Anzeigen nur während den von Dir definierten Uhrzeiten ausgespielt.
⦁    Du hast bestimmte Regionen (Städte, PLZ) für die Ausspielung Deiner Anzeigen definiert und befindest Dich bei der Suchabfrage außerhalb dieser Region.
⦁    Du lässt Google Deine Anzeigen nur auf bestimmten Geräten ausspielen, z.B. nur auf Smartphones oder nur auf PCs.
⦁    Du hast Dein Keyword, mit dem Du suchst, nicht mit in die Keyword-Liste aufgenommen.
⦁    Deine Keyword-Option ist ausschließlich auf „Exact match“ gestellt. Das bedeutet, Google spielt Deine Anzeigen nur dann aus, wenn das Keyword in exakt derselben Schreibweise in die Suchleiste eingegeben wird, wie Du es in der Keyword-Liste geschrieben hast (Rechtschreibfehler inklusive).
⦁    Dein maximales Gebot pro Klick (Cost per Click = CPC) ist zu gering. Wir erinnern uns: Hans ist bereit, mehr pro Klick zu zahlen, als Franz.
⦁    Die Qualität Deiner Anzeigen und Deiner Landingpage ist schlechter als die Deiner Mitbewerber, die auf dasselbe Keyword bieten.


Das waren die technischen Gründe für das Nicht-Erscheinen Deiner Anzeigen in der Google-Suche. Diese kannst Du relativ schnell und unkompliziert im Google-Ads-Konto prüfen, bearbeiten und optimieren. Dann solltest Du Deine Anzeigen theoretisch auch wieder zu Gesicht bekommen – theoretisch. Aber warte mal, da war doch noch was mit verhaltensspezifischen Gründen. Inwiefern kann Dein Verhalten Einfluss darauf nehmen, ob Du Deine Anzeige siehst oder nicht?

Google’s Nummer 11 – Du hast es selbst in der Hand!

Google kennt Deine Such- und Klick-Historie. Dementsprechend gestaltet Google die Ergebnisse Deiner Suchanfragen zunehmend auf Grundlage Deines bisherigen Suchverhaltens. Hast Du also noch NIE auf Deine eigenen Anzeigen geklickt (warum das absolut sinnvoll ist, erkläre ich Dir gleich!), geht Google davon aus, dass die Anzeige keine Relevanz für Dich hat. Das Ergebnis: Du bekommst Deine Anzeige seltener ausgespielt.

 

Ich kann durchaus nachvollziehen, dass Du sehen möchtest, wie Deine eigenen Anzeigen auf Google angezeigt werden. Dass man sich damit aber ins eigene Fleisch schneidet, wissen viele nicht. Was genau passiert bei der Suche nach den eigenen Anzeigen?

 

Suchst Du nach Deinen eigenen Anzeigen und werden Dir diese in den Google-Suchergebnissen an hoher Position, vielleicht sogar an Position 1 angezeigt, bist Du vermutlich sehr happy. Es funktioniert, ich stehe ganz oben, höher als alle meine Mitbewerber! Was machst Du als nächstes? Klickst Du auf Deine Anzeige? Wahrscheinlich nicht, denn Du weißt, dass Du für jeden Klick bezahlen musst, warum also das eigene Geld aus der Tasche ziehen lassen? Verständliche Sichtweise, muss ich gestehen! Was aber zeigst Du Google damit? Ganz einfach: „Hey Google, die Anzeigen, die Du mir ausgespielt hast, haben für mich keine Relevanz. Sie bedienen meine Suchanfrage nicht gut genug.“ Wozu führt das? Google speichert Dein Verhalten, stuft die Qualität Deiner Anzeige runter und spielt Dir diese seltener aus als zuvor! Herzlichen Glückwunsch, Du hast Dir gerade selbst ins Bein geschossen.

Was kannst Du tun, um Deine Anzeigen trotzdem zu sehen? 

Tipp 1: finde Dich damit ab, dass Du Deine Anzeigen nicht selber sehen kannst. Die Daten aus Deinem Google-Ads-Account zeigen Dir, ob Deine Anzeigen erfolgreich sind oder nicht.

 

Solltest Du Dich damit nicht zufrieden geben, hier Tipp 2: nutze das von Google bereitgestellte Tool zur Anzeigenvorschau im Google-Ads-Konto, wenn Du Deine Anzeigen unbedingt sehen möchtest. Logg Dich im Google-Ads-Konto ein, gehe oben rechts auf „Tools und Einstellungen“, dann in der linken Spalte unter „Planung“ findest Du an letzter Stelle das Tool „Anzeigenvorschau und -diagnose“.

Auch keine Lösung für Dich? Okay, Tipp 3: lösch Deine Cookies und/oder surf von einem anderen PC, auf dem Deine Such- und Klick-Historie nicht gespeichert ist.

 

Im Endeffekt sollst auch Du nicht Deine Anzeigen sehen, sondern Deine Zielgruppe! Solange Deine Anzeigen Klicks und Conversions verzeichnen und Deine Einnahmen über die Google-Anzeigen höher als Deine Werbeausgaben sind, ist alles im grünen Bereich!

 

Stay curious.

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